Dienstag, 24. Juni 2014

Meine ersten Schritte in die Welt des Programmierens

Hallo, ich bin Kaius. Ich bin ein wirklich kreativer Mensch. Ich schreibe, ich mache Musik, ich let's playe und ich bin auch ansonsten offen für viele neue Dinge. Das betrifft alles die eine rechte Gehirnhälfte, wenn man das Hemisphärenmodell weiterhin als aktuell betrachtet (was es nicht ist, aber das ist ein anderes Thema).
Bleiben wir also bei diesem Modell. Meine linke Gehirnhälfte hingegen hat weniger zu tun. Immer noch genug, aber bei Weitem nicht so viel wie die Rechte. Mathematik war für mich bis zur zehnten Klasse ... in Ordnung. Ich war kein Überflieger, habe mich im Mittelfeld bewegt; ich konnte halt rechnen.
Physik, Chemie, Informatik: all das war mir ein Graus, so dass ich in der Oberstufe keines dieser Fächer mehr belegte. Mathematik hingegen blieb Pflicht, und so quälte ich mich durch jede einzelne Unterrichtsstunde, weil ich nichts verstand. Ich war zu begriffsstutzig, zu faul, zu bequem, zu sehr mit kreativen Dingen beschäftigt. Also versagte ich.
Und bekam im Abschlusszeugnis der 12 sage und schreibe 0, in Worten: Null Punkte.
Von da an hatte die Mathematik mitsamt ihrem logischen Verständnis von Dingen bei mir verkackt. Ich sage es ganz deutlich.

Ich interessiere mich sehr für Computer und Spiele. Ich bestaune die Spieleschmieden, die Programmierer, die Entwickler von Apps und dem ganzen unterhaltsamen Zeugs, das meine kreative Seite anspricht.
Jetzt bin ich 30 und frage mich, ob ich es nicht auch hinbekommen kann, als absoluter Nobody im logischen Denken das Programmieren zu lernen. Java, C#, C++, Python, Visual Basic - all das sind nicht mehr als böhmische Dörfer für mich. Ich habe null Ahnung von der Materie und weiß gar nicht, wie man das überhaupt hinbekommen soll.
Vor ein paar Jahren habe ich mir mal per selfhtml ein bisschen was beigebracht und dachte, das wäre eine gute Voraussetzung, um so etwas zu lernen.
Ist es aber nicht. Das hat nichts damit zu tun. Schade eigentlich. Also fange ich bei Null an.

In diesem Blog werde ich meinen Werdegang dokumentieren. Ich werde schreiben, wie ich es versuche zu lernen, was ich lese, wie weit ich bin, woran ich verzweifle und ob das Ganze überhaupt einen Sinn für mich macht. Sollte ich am Ende nur beim Spielen bleiben?
Die Grundmotivation, programmieren zu lernen, war, ein Spiel zu programmieren. Am besten noch eine App, die nicht so aufwändig ist und schnell viel Geld einbringt.
Das ist natürlich Humbug, vor allem dann, wenn man nicht den Funken einer Ahnung hat.
Ein Arbeitskollege, der sehr geübt im Programmieren ist, sogar die wohl komplizierteste aber flexibelste Programmiersprache C++ beherrscht, hat mich an das Thema herangeführt. Er programmiert derzeit mit Visual Basic in Microsoft Excel ein sehr praktisches Arbeitsblatt. Ich war davon angetan und ließ mir ein bisschen was erklären. So bin ich dazu gekommen, mich etwas mehr mit dem Thema zu befassen.

Im nächsten Beitrag wird es darum gehen, wie ich mich auf eine bestimmte Programmiersprache festlege und bereits erste Erfolge als Nobody vorweisen kann. Zwar nicht praktisch, dafür aber theoretisch.

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